Mai 4 2011

Dauert 3 Minuten

Ich war mal wieder königlich amerikanisch Essen. Tja, auf Dienstreise nimmt man einfach was gerade günstig an der Autobahn liegt. Doch diesmal war etwas anders. Bestellung aufgegeben, bezahlt und dann kam eine Information, mit der ich nicht gerechnet habe und auch nichts anzufangen wusste: “Dauert drei Minuten!”
Äh, was? Was dauert drei Minuten? Die Hälfte meines Essens bekam ich nach einer gefühlten Minute, gefolgt von der viel bekannteren Info: “Den Rest bringe ich zum Platz.” Das dauerte aber wesentlich länger als drei Minuten. Und die drei Minuten hätte ich auch locker am Tresen warten können.
Also was nun? Das goldene M hatte ja mal eine Aktion wo garantiert wurde, dass man seine Bestellung innerhalb von 4 Minuten erhält. Dazu waren extra Sanduhren an den Kassen angebracht. Was gab es noch mal, wenn es nicht geschafft wurde?
Ähnliche Informationen konnte ich hier aber nicht entdecken. Der junge Mann hat das bestimmt nett gemeint, aber er ließ mich damit auch ziemlich allein.
Geschmeckt hat’s trotzdem! Aber vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.


Apr 30 2011

Google als Währungsrechner

Es kommt immer mal wieder vor, dass man schnell mal eine US$ Summe in Euro umrechnen muss, oder den Dollar Tageskurs benötigt. Gerade, wenn mal wieder ein Softwarebundle angeboten wird. Hier ist Google mal wieder Dein Freund.

In das Suchfeld (in Google Chrome kann man auch direkt die Adressleiste nutzen) einfach

1€ in $

eingeben und schon gibt Google den Aktuellen Dollarkurs aus. Das funktioniert auch mit Britischen Pfund.

1€ in sterling

Natürlich wird keine Gewähr übernommen, da der Tageskurs natürlich Schwankungen unterliegt. Für den Hausgebrauch reicht es dennoch.
Aber nicht nur Währungen kann man umrechnen. Es funktioniert auch mit Maßeinheiten:

1km in feet

Als Ergebnis liefert Google prompt: 1 kilometer = 3 280.8399 feet

Ich finde das ziemlich nützlich! Werde ich in Zukunft öfter nutzen.


Mrz 28 2011

Sperrmülltourismus

Bei uns im Ort ist/war heute Sperrmüll. Im Gegensatz zu anderen Geminden, meldet man sich nicht beim Entsorgungsunternehmen um einen Einzeltermin zu vereinbaren. Es gibt im Jahr zwei Termine, an denen jeder Haushalt seinen Sperrmüll an die Strasse stellen kann, und dieser dann durch den Entsorger abgeholt wird. An diesen Terminen ist die Abholung des Sperrmülls kostenfrei. Bis hierhin ist also erstmal alles gut!

Diese zentralen Abholtermine haben aber auch einen Schattenseite. Es gibt nämlich ein Gewerbe, welches sich darauf spezialisiert hat, diesen Sperrmüll zu Geld zu machen, zumindest Teile davon. Bei uns in der Region sind dies überwiegend Polen und Niederländer. So entwickelt sich ein regelrechter Sperrmülltourismus. Das sieht dann so aus, dass eine Armada von Pritschen- und Kastenwagen in den Ort einfällt. Diese durchstreifen sämtliche Strassenzüge und durchwühlen alle Sperrmüllberge auf der suche nach brauchbaren Dingen. An mehreren Stellen im Ort werden außerdem richtige Tauschbörsen eingerichtet, an dene die “Beute” untereinander, je nach Spezialgebiet, getauscht wird.

Einige Leser werden nun denken, dass es ja gut ist, wenn man aus dem, was andere nicht mehr gebrauchen können, Geld machen kann. Darum geht es mir auch gar nicht. Mich stört vielmehr, dass in den zwei Tagen vor dem Sperrmülltermin sich ein unheimlicher Verkehr von (eher schrottreifen) Kleintransportern entwickelt, die auch in Wohngebieten mit teilweise hoher Geschwindigkeit die Sperrmüllberge abfahren. Einen Transporter habe ich weingstens vier Mal vor unserer Haustür gesehen. (Es hätte ja noch etwas hinzugekommen sein können!) Die Kinder lässt man dann besser im Hof spielen.
Im Eifer des Gefechts werden dann bei der vermeintlichen “Schatzsuche” auch schon mal die Beete zertrampelt, oder man findet den vorher ordentlich aufgestellten Müll über den Gehweg oder die halbe Straße verteilt.

Außerdem hat es sich eingebürgert, dass auch viele Gegenstände, die nicht in den Sperrmüll gehören (Fernseher, Kühlschränke, etc.) extra früher herausgestellt werden, damit diese dann auch von den Sperrmüllsammlern eingesammelt werden. Ich bezweifle, dass die Entsorgung dann immer fachgerecht durchgeführt wird.

Wenn ich richtig informiert bin, dann erfüllt das einfache Mitnehmen von Müll den Tatbestand des Diebstahls, da der Müll nach dem Rausstellen zum Eigentum des Abholers wird. Dies zu ahnden fände ich persönlich etwas übertrieben. Man sollte aber darauf achten, dass die Kollateralschäden  der Sperrmülltermine nicht überhand nehmen!


Mrz 17 2011

Cullmann Magnesit 525 M

Früher oder später lässt sich die Anschaffung eines Kamerastativs nicht vermeiden. Langzeitbelichtungen lassen sich einfach nicht aus der Hand realisieren.

Also ging die Suche nach einem geeigneten Stativ los. Eine der wichtigsten Rahmenparameter war dabei der Preis. Die Preise beginnen bei ca. 30 € und enden bei mehreren hundert Euro. Mein selbst gestecktes Budget lag bei ca. 100 € inklusive Kopf. Das sei an dieser Stelle noch erwähnt. Der Stativkopf ist bei vielen Stativen nicht enthalten und muss separat erworben werden. Auch hier ist man schnell bei mehr als 50 €.

Die wichtigste Anforderung ist jedoch die Stabilität. Was bringt mir ein Stativ, wenn es beim kleinsten Windstoß anfängt zu wackeln. Außerdem muss es das Gewicht der Kamera mit dem schwersten Objektiv halten können. Weiterhin spielt die Größe eine Rolle. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass auch hochwertige Stative mit ausgefahrener Mittelsäule schnell ins Schwingen kommen. Daher sollte das Stativ ohne Mittelsäule schon eine angenehme Arbeitshöhe bieten. Umgekehrt kann es auch wichtig sein, das Stativ möglichst niedrig einstellen zu können. Wer gerne mobil sein will, sollte auch auf Packmaß und Gewicht achten. Eins vorweg. Alle Anforderungen mit 100€ abzuhaken ist kaum möglich.

Bild: Amazon.de

Nach längerer Internetrecherche bin ich dann beim Cullmann Magnesit 525M CB7.3 Stativ mit Einbeinstativ und Kugelkopf gelandet. Damit lag ich zwar etwas über meinem Budget, es schien mir aber trotzdem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Ohne ausgefahrene Mittelsäule erreicht man eine Arbeitshöhe von 134 cm. Bei einer Körpergröße von 190 cm könnte es etwas mehr sein, es hat sich aber in der Praxis noch nicht als wrklich zu niedrig erwiesen. Und auch mit ausgefahrener Mittelsäule überraschte das Stativ mit einer doch noch recht hohen Stabilität.

Das Interessante an dem Stativ ist, dass es eigentlich zwei Stative sind. Die Mittelsäule ist nämlich ein Einbeinstativ, welches sich auf 122 cm ausziehen lässt. Neben dem Einbeinstativ liegt noch eine 12 cm kurze Mittelsäule in einer Praktischen Tasche bei. Diese hilft Gewicht zu sparen und ist wichtig, wenn man die Beine des Stativs weit auseinander klappt, um in Bodennähe zu Fotografieren. Laut Produktbeschreibung liegt das Gesamtgewicht bei 2,5 kg, was ich jedoch nicht nachgewogen habe.

Zu den Extras gehören die Schutzgriffe am oberen Drittel der Beine, da Metall im Winter sehr kalt wird! Außerdem verfügen die Füße über Spikes, die sich durch das Hochdrehen der Gummifüße sehr einfach freilegen lassen. Praktisch ist auch das Wechselgewinde. Dieses bietet die Standardgewindegröße, die dem Schraubgewinde an den Kameras entspricht und ein etwas größeres Gewinde zur aufnahme von Stativköpfen. Wer also lieber einen Manfrotto-Kopf verwenden möchte, sollte auf keinen Adapter angewiesensein.

In dem Paket ist der Cullmann CB7.3 Kugelkopf enthalten. Der Kopf verfügt über eine Schnellkupplung und drei Wasserwagen. Der Kugelkopf kostet alleine schon fast 40 €. Mit ihm lassen sich die verschiedenen Kamerapositionen sehr schnell einstellen. Wer lieber mit einem Drei-Wege-Kopf arbeitet, der kann auch zu diesem Paket greifen: Cullmann Magnesit 525 M Stativ

Insgesamt hat die Kombination nach mehreren Einsätzen eine gute Figur gemacht. Die Stabilität ist mehr als ausreichend, das Gewicht hält sich im Rahmen und der Presi ist ok. In der letzten Woche habe ich bei einem Bekannten das Cullmann Magnesit 532 Stativ gesehen. Das 532 bietet auch für große Menschen eine sehr komfortable Arbeitshöhe. Das ist jedoch auch mit mehr Gewicht verbunden.


Mrz 13 2011

Geboren vor 1980

Die folgende Tatsachenbeschreibung habe ich zugeschickt bekommen. Es war leider keine Quellenangabe dabei.

Ich kann mich sehr gut mit der Beschreibung identifizieren, nur alte Kaugummis und Würmer habe ich nicht gegessen.

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest,
ist es zurückblickend kaum zu glauben,
dass wir so lange überleben konnten!
Wir sind Helden!
Warum?
Wir saßen im Auto ohne Kindersitz,
ohne Sicherheitsgurt und ohne Airbag!
Unsere Bettchen waren mit Farben
voller Blei und Cadmium angestrichen!
Auch die bunten Holzbauklötze,
die wir uns begeistert in den Mund steckten …
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen,
genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen!
Wenn wir zu faul zum Laufen waren,
setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes –
natürlich ohne Helm!
Der strampelte sich ab und wir versuchten,
uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten!
Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen
durch Bruder, Schwester, Neffe, Freunde der Eltern oder so.
Auch das Fahrrad (nicht Mountain-Bike!!)
war meistens entweder zu gross oder zu klein!
Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung.
Und wenn doch, dann nur eine mit 3 Stufen!
Und wenn du einen Platten hattest, lerntest du vom Vater,
wie man das selber flicken konnte!
(Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer,
Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummilösung …)
Wasser tranken wir aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen!
Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch
und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund!
Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten,…),
keiner scherte sich um Kalorien und wir wurden trotzdem nicht dick!
Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde
und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank!
Wir verließen frühmorgens das Haus und kamen erst wieder heim,
wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war.
In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren
… und keiner von uns hatte ein Handy dabei!!!
Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen,
Zähne raus geschlagen und niemand wurde deswegen verklagt.
Niemand hatte Schuld – außer wir selbst.
Das waren ganz normale, tägliche Unfälle
und manchmal bekamst du hinterher sogar
(als erzieherische Zugabe)
noch eins auf den Po!
Wir hatten nichts:
Playstation, Nintendos, X-box, 200 Fernsehsender, Videos, DVDs,
Dolby-Surround-Sound, iPods, eigene Fernseher,
PCs und Internet, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys …
Wir gingen einfach raus und trafen uns auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten.
Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein.
Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern!
Keiner brachte uns und keiner holte uns!!
Das Fernsehprogramm begann erst um 18 Uhr !
Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde !
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.
Außerdem aßen wir Würmer.
Und die Prophezeiungen trafen nicht ein:
Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter
und mit den Stöcken stachen wir uns auch nicht besonders viele Augen aus!
Wir spielten Strassenfussball, und nur wer gut war, durfte mitspielen.
Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen,
mit Enttäuschungen umzugehen!
Und das ging auch ohne Kinderpsychiater!
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere.
Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbeurteilung!!
Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mit
und wenn wir das vergaßen, konnte man in der Schule nichts kaufen !
McDonalds … Burger-King … Döner-Bude
Snack-Bar … Imbiss-Stand … Pizza-Ecke…………….
Fehlanzeige!
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.
Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar,
dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten.
Im Gegenteil:
Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
Na so was!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht!
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
Mit alldem mussten wir umgehen und wussten wir umzugehen!
Geboren vor 1980!
Gehörst  DU auch dazu?
Gratuliere!
Wir sind HELDEN!
Geboren nach 1980?
So, jetzt wisst ihr Warmduscher
und Weicheier das auch!

(Quelle: unbekannt)