Neue Platte im Mac Mini

Liegt es vielleicht an der Jahreszeit? Im Moment scheint es bei sehr vielen Mac Usern an Speicherplatz zu mangeln. So hat Björn vom Blog aptgetupdate.de soeben berichtet, wie einfach der Wechsel der Festplatte bei seinem MacBook war.

Bei mir war es gestern auch soweit! Mein Mac Mini pfiff quasi aus dem letzten Loch. Obwohl ich mich in einer Reinigungsaktion von überflüssigen Downloads, doppelten Fotos und jeder Menge dmg-Paketen getrennt habe, schaffte ich nicht mehr als 17% freien Platz zu schaffen. Ich halte mich immer an die Faustregel, dass jede Resource bei 80% Auslastung erweitert werden sollte, und so wurde ich bei diesem Stand schon ziemlich nervös! Als ich mir dann einen neuen Laserdrucker beschaffen musste, habe ich mir direkt eine neue Festplatte und ein passendes externes USB-Gehäuse mitbestellt.

Meine Wahl fiel auf die Western Digital 320GB Black Scorpio (WD3200BEKT).

Ich gebe offen zu, dass es mir schon ein wenig mulmig wurde, wenn ich daran dachte den Mini zu öffnen, denn anders als beim MacBook hat der Mini keine Schrauben. Das Gehäuse musste also "aufgehebelt" werden. Doch dazu später mehr!

Wie gesagt, da mir nicht so ganz wohl bei der Sache war, habe ich mich im Internet auf die Suche nach einem guten Tutorial gemacht und bin dabei auf den Artikel Tutorial: Festplatte tauschen im Mac mini bei macnotes.de gestossen. Dort ist der komplette Umbau sehr gut beschrieben, doch ich möchte hier meine eigenen Erfahrungen kurz zsammenfassen.

Zuerst wurde die neue Platte in das USB-Gehäuse eingebaut und wie beschrieben, mit CCC (Carbon Cop Cloner) eine Kopie der internen Bootplatte erzeugt. Anschließend den Rechner heruntergefahren und bei Neustart (nach dem Gong) die alt-Taste gedrückt halten, um zu testen, ob der Mini von der Kopie booten kann. Er konnte!!! Hurra!!

Nun kam der spannende Teil: Öffnen des Mini-Gehäuses.
Eins vorweg: Es war nicht halb so aufregend, wie gedacht!
Wenn man Japanspachtel verwendet, kann eigentlich gar nichts passieren. Das Oberteil des Mini ist wesentlich stabiler und massiver als man meint. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit den Spachteln so viel Gewalt aufbringen kann, dass man irgendwelche Haken abbrechen könnte.

Nachdem das Gehäuse geöffnet war, war der Ausbau der Platte eigentlich kein Problem mehr. Die filigrane Technik hat mich zwar etwas nervös gemacht, aber im Prinzip ein Kinderspiel.

Beim Festschrauben des "Laufwerkträgers" wurde es noch einmal kniffelig. Hier ist der Tipp mit der Pinzette Gold wert, denn die kleinen Schrauben haben sich wirklich gewehrt und wollten nich zurück ins Loch ;-) .

So, Deckel wieder drauf, alle Kabel angeschlossen und einschalte.

Grauer Bildschirm, nichts geschieht.  :-((

Noch einmal gestartet, alt-Taste gedrückt halten und die neue Platte auswählen –> KernelPanic. Na prima!!!

Nur nicht unterkriegen lassen! Noch einmal Ausschalten, Einschalte, alt-Taste, Platte wählen und siehe da, es funktioniert!!!! Nun noch einmal in der Systemsteuerung beim Bootdevice die neue Platte für das nächste Booten wählen und das war’s.

Es urde also zum Schluss noch einmal richtig spannend! Ich hoffe, dass der Platz jetzt erst einmal reicht. Wenn es wieder knapp wird, dann steht wohl sowieso der Kauf eines neuen Mac an. Ich liebäugle ja mit einem MacBook Pro 15", habe aber noch keine Budgetfreigabe.

Sollten noch Fragen offen sein, scheut Euch nicht die Kommentarfunktion zu nutzen!

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