Mrz 28 2011

Sperrmülltourismus

Bei uns im Ort ist/war heute Sperrmüll. Im Gegensatz zu anderen Geminden, meldet man sich nicht beim Entsorgungsunternehmen um einen Einzeltermin zu vereinbaren. Es gibt im Jahr zwei Termine, an denen jeder Haushalt seinen Sperrmüll an die Strasse stellen kann, und dieser dann durch den Entsorger abgeholt wird. An diesen Terminen ist die Abholung des Sperrmülls kostenfrei. Bis hierhin ist also erstmal alles gut!

Diese zentralen Abholtermine haben aber auch einen Schattenseite. Es gibt nämlich ein Gewerbe, welches sich darauf spezialisiert hat, diesen Sperrmüll zu Geld zu machen, zumindest Teile davon. Bei uns in der Region sind dies überwiegend Polen und Niederländer. So entwickelt sich ein regelrechter Sperrmülltourismus. Das sieht dann so aus, dass eine Armada von Pritschen- und Kastenwagen in den Ort einfällt. Diese durchstreifen sämtliche Strassenzüge und durchwühlen alle Sperrmüllberge auf der suche nach brauchbaren Dingen. An mehreren Stellen im Ort werden außerdem richtige Tauschbörsen eingerichtet, an dene die “Beute” untereinander, je nach Spezialgebiet, getauscht wird.

Einige Leser werden nun denken, dass es ja gut ist, wenn man aus dem, was andere nicht mehr gebrauchen können, Geld machen kann. Darum geht es mir auch gar nicht. Mich stört vielmehr, dass in den zwei Tagen vor dem Sperrmülltermin sich ein unheimlicher Verkehr von (eher schrottreifen) Kleintransportern entwickelt, die auch in Wohngebieten mit teilweise hoher Geschwindigkeit die Sperrmüllberge abfahren. Einen Transporter habe ich weingstens vier Mal vor unserer Haustür gesehen. (Es hätte ja noch etwas hinzugekommen sein können!) Die Kinder lässt man dann besser im Hof spielen.
Im Eifer des Gefechts werden dann bei der vermeintlichen “Schatzsuche” auch schon mal die Beete zertrampelt, oder man findet den vorher ordentlich aufgestellten Müll über den Gehweg oder die halbe Straße verteilt.

Außerdem hat es sich eingebürgert, dass auch viele Gegenstände, die nicht in den Sperrmüll gehören (Fernseher, Kühlschränke, etc.) extra früher herausgestellt werden, damit diese dann auch von den Sperrmüllsammlern eingesammelt werden. Ich bezweifle, dass die Entsorgung dann immer fachgerecht durchgeführt wird.

Wenn ich richtig informiert bin, dann erfüllt das einfache Mitnehmen von Müll den Tatbestand des Diebstahls, da der Müll nach dem Rausstellen zum Eigentum des Abholers wird. Dies zu ahnden fände ich persönlich etwas übertrieben. Man sollte aber darauf achten, dass die Kollateralschäden  der Sperrmülltermine nicht überhand nehmen!


Nov 20 2010

Kupferklau

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass Heek inzwischen ein ziemlich kriminelles Pflaster geworden ist.

Gestern ist nun auch auf der Baustelle meines Bruders ein kapitales Verbrechen verübt worden: “Kupferklau”

Als mein Vater heute morgen zur Baustelle kam, hat er sich gewundert, dass das Licht nicht funktionierte. Nach Check des FI-Schalters (Fehlerstromschutzschalter) hat er bemerkt, dass gar kein Kabel mehr angeschlossen war. Irgendjemand hatte das Kabel von der Kabeltrommel geklaut. Des weiteren fehlt die Zuleitung zur Kreissäge und, was besonders bitter ist, die Zuleitung zum Kran.

Ok, die Kranzuleitung mag ja noch einen gewissen Wert haben, aber Kabeltrommeln gibt es schon für ein paar Euro im Baumarkt und auch 5 Meter  5 x 1,5mm Kabel würde ich jetzt nicht gerade als Wertgegenstand bezeichnen. Insgesamt muss es das Risiko aber wohl wert gewesen sein, wo die Baustelle ja immerhin an einer dicht bewohnten Strasse in einem kleinen “hier kennt jeder jeden”-Dorf liegt.

Wer es nötig hat, sich seine Brötchen auf diesem Weg zu verdienen klauen, für den habe ich noch ein paar Kaltgerätekabel, die ich freiwillig abgeben würde. Hätte ich gewusst, dass der Kupfermarkt immer noch so boomt, dann hätte ich die IDE-Kabel in der letzten Woche auch nicht weggeworfen (und erst das Ladekabel für mein 10 Jahre altes Sony Ericsson).

Verdorbene Welt!!


Nov 9 2010

Schweinerei durch Hundekot

So ist es heute in der Tageszeitung zu lesen.

Der artikel beschreibt, dass es den Bauhofmitarbeitern stinkt, bei der Grünflächenpflege immer wieder auf Hundekot zu treffen.

Ich kann dazu nur sagen: “Den Anwohnern stinkt es schon lange!”

Während es dem Hund nicht zu verübeln ist, dass er auch mal einen Haufen an einer Stelle hinterlässt, an dem dieser schnell zu einer Tretmine für Passanten und Kinder wird, kümmern sich die Hundeführer in den meisten Fällen auch nicht um das Problem. Und hier sollte man doch einen etwas höheren IQ erwarten können!

Ich selbst wohne in einem Baugebiet, in dem die Straße noch nicht erschlossen ist. Daher werden die Straßenränder von einem ca. 1m breiten Streifen Unkraut Gras gesäumt. Diese Grasnarbe  scheint für viele Hundebesitzer die ideale Hundetoilette zu sein. Gerade die anliegenden Baugebiete, die über einen gepflegten Gehweg verfügen, auf dem man natürlich keinen Hundekot finden möchte, nutzen unsere Straßenzüge für ihre “Toilettengänge”. Selbst an dem öffentlichen Spielplatz lassen sie ihren Hund sein Geschäft verrichten.
Teilweise wird es sich sogar noch einfacher gemacht und der Hund einfach alleine vor die Tür geschickt.

Die Reaktionen von ertappten Gassigängern sind lassen auf wenig Einsicht schließen. Von “Irgendwo muss er doch machen.” bis “Mach es doch selber weg!” ist alles dabei. Oder man wird ignoriert.

Es scheint diesen Hundebesitzern völlig egal zu sein, dass es, gerade in diesem jungen Baugebiet, sehr viele Kinder gibt, die hier spielen. Es ist nicht besonders toll, wenn man die Scheiße (kann man hier mal so offen aussprechen) von den Schuhen, oder besser noch von der Hose, kratzen darf. Ein besonderes Highlight ist es auch, wenn man als Anlieger versucht, den Grünstreifen zu pflegen, und der Rasenmäher den Hundekot schön verteilt. Auch auf die eigene Hose!

Tja, nun soll ja etwas passieren. Die Übeltäter sollen durch eine 400 Euro Kraft überführt werden und mit 35€ bestraft werden. Ich persönlich glaube ja nicht, dass eine Ordnungskraft alleine das ganze Gemeindegebiet weder in der Fläche, als auch in der Zeit abdecken kann. Und 35€ für diese Ordnungswidrigkeit sind auch keine große Abschreckung. Bei Verstößen an Kindergärten, Schulen und Spielplätzen würde ich eine Geldstrafe von 350€ für angemessen halten.

Abschließend möchte ich noch klarstellen, dass ich kein Hundehasser bin. Wir hatten selbst viele Jahre einen Hund. Zudem gibt es auch vernünftige Hundehalter, die sich direkt mit einer Papiertüte “bewaffnen” und damit die Hinterlassenschaften des Hundes entfernen. Viele Hundebesitzer können sich aber scheinbar mit den Pflichten, die zum Halten eines Haustieres gehören, nicht anfreunden.

Vielleicht könnt Ihr ja in den Kommentaren mal Eure Vorschläge zur Beseitigung dieser Problematik machen. (Von Lynchjustiz bitte ich abzusehen ;-) )


Aug 27 2010

Hochwasser im Münsterland

Was bin ich froh, dass ich keinen Keller habe! Der stände heute wohl unter Wasser, genau so wie viele Keller in Heek und den umliegenden Gemeinden, wie Legden und Ahaus. Wir lagen nämlich seit gestern genau in dem Regenband, dass über 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden verlor.

Das Resultat kann man hier erahnen:

Wie gesagt, wir sind noch glimpflich davongekommen.Viele Keller stehen unter Wasser, ganze Bauernhöfe mussten geräumt werden und sogar der berühmte Düstermühlen Markt scheint förmlich ins Wasser zu fallen. Ahaus scheint es ganz besonders schlimm getroffen zu haben. Dort droht das Klärwerk überzulaufen. Die Zugverbindung ist bereits gesperrt. Aufgrund von offenliegenden Stromleitungen musste auch der Strom in einzelnen Stadtteilen abgeschaltet werden.

Doch auch hier in Heek könnte uns noch Schlimmeres bevorstehen. Die Dinkel ist so breit wie seit 60 Jahren nicht mehr. Ob die Uferbegrenzung (von Deich will ich nicht reden) hält, ist wohl nicht sicher.

Ich hoffe, das der Regen endlich aufhört!


Feb 25 2010

Cannabis Plantage in Heek

Heek ist mal wieder in der Presse. Laut Münsterland Zeitung wurde eine Cannabis Plantage im Schweinestall entdeckt. Bereits am Montag ist die professionell betriebene “Indoor Plantage” bei einer Hausdurchsuchung aufgeflogen. Immerhin wurden 7 Kilo Mariuhana und 700 Hanfpflanzen sichergestellt.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Kriminalitätsrate in Heek in den letzten Jahren deutlich steigt.