Wenn’s mal länger dauert
Ich bin derzeit etwas mehr unterwegs. So war ich in der letzten Woche in Hamburg.
Hamburg lässt sich von Heek aus eigentlich halbwegs komfortabel (naja, geht so) mit Bus und Bahn erreichen. Ich habe es aber gewagt und ganz auf die öffentlichen Verkehrsmittel gesetzt. Nicht zuletzt, weil mein Firmenwagen in der Werkstatt war. Es ist ja auch ganz praktisch, wenn man während der Bahnfahrt noch etwas lesen kann, oder mit dem Laptop arbeiten kann.
Die Hinfahrt war auch noch recht angenehm. Am Hauptbahnhof in Münster habe ich noch einen Schulkollegen getroffen, mit dem ich vor 18 (in Worten achtzehn, schon so lange her) Jahren mein Abi gemacht habe. So war das erste Teilstück ganz kurzweilig. Die Reise nach Hamburg war also ganz in Ordnung.
Das kann man leider nicht von der Rückfahrt am Freitag Nachmittag behaupten. Es fing damit an, dass der Bahnsteig total überfüllt war. Das lag an den wegen Vulkanasche ausgefallenen Flügen. Daher hatten viele Flugreisende kurzerhand auf die Bahn umgesattelt. Das es sehr voll hat, zeigt vielleicht auch die Reaktion des Zugführers. Dieser schlug nämlich bei der Einfahrt in den Bahnhof die Hände vor’m Gesicht zusammen.
Mit viertelstündiger Verspätung ging es dann los. Etwa 80 Kilometer vor Bremen wurde der Zug plötzlich langsamer und einen Durchsage teilte uns mit, dass zwei Scheiben zersprungen seien und der Zug daher nur mit 50 km/h weiterfahren könne. Nach einer Stunde hielten wir dann an irgendeinem Provinzbahnhof. Hier wurden die zerborstenen Scheiben notdürftig entfernt und die beiden Wagen geräumt. Nun konnte es wieder mit Normalgeschwindigkeit weiter gehen.
In Bremen wurde der Zug dann einer genauen Untersuchung unterzogen und die Scheiben mit Folien verschlossen.
Am ende kamen wir in Münster mit 135 Minuten Verspätung an. Hier noch mal einen Dank an meinen Bruder, der mich extra abgeholt hat, da um diese Zeit natürlich kein Bus mehr fuhr. (Ok, ich hätte auch den nächsten Nachtbus warten können. Dann hätte sich die Reise aber nochmals um zwei Stunden verlängert.)
Für mich hat sich das Thema Bahn damit erst einmal erledigt. Wenigstens, bis ich in den ersten großen Stau komme.